In der heutigen ZDF Ausgabe des Boulevardmagazin hallo Deutschland um 17:10 Uhr wurde über die Leerung eines Altkleider-Containers an der Straße Sundern (Salzkotten-Verne) berichtet, bei der zwei Mitarbeiter des Roten Kreuzes am Freitag des 18.03 mehrere tausend Euro Bargeld gefunden haben. Die Geldscheine fielen bei der Leerung aus einer blauen Mülltüte, in der auch gebrauchte Kleidung lag.

Die beiden Männer reagierten vorbildhaft und riefen die Polizei, welche das Bargeld sichergestellt hatte und nun darum bittet, dass sich der Inhaber bei der Kreispolizeibehörde Paderborn meldet. Sollte sich in den nächsten 6 Monaten kein Inhaber finden, kann laut ZDF-Bericht der Bürgermeister darüber entscheiden, was mit dem Geld passiert. In einem solchen Fall dürfte sicherlich wieder an das Deutsche Rote Kreuz gedacht werden.

Sollte Finderlohn fällig werden, so die ehrlichen Finder, solle der dem Salzkottener Roten Kreuz ausgezahlt werden. In hallo Deutschland wurde ein Finderlohn von 8 % angesprochen. Die eigentliche Rechtsprechung in Deutschland zum Thema Finderlohn ist jedoch etwas komplizierter.

Finderlohn Rechtslage in Deutschland:

Nach deutschem Recht, geregelt in § 971 BGB, kann jede Person Finderlohn verlangen, wenn eine verlorene Sache an den rechtmäßigen Eigentümer herausgegeben wird. Wer Fundsachen nicht meldet, macht sich der Fundunterschlagung strafbar. Die Rechtsprechung sieht für Werte bis 500 % einen Finderlohn von 5 % vor. Über 500 € gibt es pauschal 25 € (5 % von 500 €) sowie 3 % von dem über 500 € hinausgehenden Wert. Für Gegenstände von öffentlichen Verkehrsmitteln und Behörden gibt es bis zu einem Wert von 50 € keinen Finderlohn. Darüber hinaus jeweils die Hälfte des normalen Finderlohnes (§ 978 BGB).

Mit Ablauf von sechs Monaten nach Anzeige bei der zuständigen Behörde erwirbt der Finder das Eigentum an der Sache, wenn ihm bis dahin weder der Empfangsberechtigte bekannt geworden ist noch sich dieser bei der Behörde gemeldet hat (§ 973 Abs. 1 BGB). Ist der Wert der Sache jedoch geringer als 10 €, so beginnt die 6-monatige Frist bereits mit dem Tag des Fundes. Allerdings muss der Finder noch drei Jahre lang das Erlangte nach den Regeln über die ungerechtfertigte Bereicherung herausgeben.

Summe bleibt geheim, drei angebliche Inhaber meldeten sich bereits

Zu der genauen Summe und weiteren Details wollte die Polizei keine weiteren Angaben machen, damit eine Grundlage dafür besteht, potentielle Inhaber zu identifizieren. Bisher hatten sich bereits drei angebliche Inhaber bei der Polizei gemeldet, in der Befragung deutete jedoch einiges darauf hin, dass es sich nicht um die wirklichen Inhaber handelt.

Bericht im ZDF anschauen

Der Bericht hallo Deutschland vom 31.03.2016 wird morgen früh um 5:30 Uhr im ZDF erneut ausgestrahlt. Darüber hinaus sollte er auch in Kürze in der hallo Deutschland ZDF Mediathek zur Verfügung stehen.

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