Der Geldautomaten-Hersteller Wincor Nixdorf steht vor einer Milliardenübernahme durch das US-Unternehmen Diebold. Das US-Unternehmen bietet den Wincor Nixdorf-Aktionären rund 52,50 € je Aktie. Dies ist ein ordentlicher Aufschlag zum Kursschluss vom vergangenen Freitag mit 38,90 €. Bei 33 Millionen Aktien entspricht das Angebot einer Wincor Nixdorf Bewertung in Höhe von rund 1,7 Milliarden Euro.

Der Zusammenschluss der beiden Unternehmen könnte die Digitalisierung der Bankenbranche vorantreiben, da das rückläufige Hardwaregeschäft dem Paderborner Unternehmen zu schaffen macht. So ist das operative Ergebnis durch die Restrukturierungskosten in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2014/2015 um mehr als die Hälfte auf 40 Millionen Euro gefallen. Die Erlöse sanken um 2 % auf 1,76 Millarden Euro. Im letzten Quartal fiel bei einem Umsatz von 560 Millionen Euro ein operativer Verlust (EBITA) von 7 Millionen Euro an. Von den rund 9.200 Arbeitsplätzen sollen im Zuge des Sanierungsprogramms 1.100 Stellen gestrichen werden, davon 500 in Deutschland (wir berichteten am 3. Juni darüber).

Bereits am 24. September wurden Eckpunkte zu einem möglichen Zusammenschluss vereinbart. Die Übernahme ist jedoch noch nicht in sicheren Tüchern. Die Wincor Nixdorf AG gab in einer Presseerklärung bekannt, dass neben weiteren Absprachen noch eine gegenseitige Due-Diligence-Prüfung ansteht.

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