Die Bankenbranche ist im Umbruch, das bekommen insbesondere Genossenschaftsbanken wie die Volksbank und Sparkassen mit einem dichten Filialnetz zu spüren. Die andauernde Niedrigzinsphase macht darüber hinaus allen Banken zu schaffen. So mussten einige Sparkassen und Volksbanken zum Teil ordentlich an der Gebührenschraube drehen (der stern berichtete).

Doch als der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold Ulrich Bittihn vor ca. zwei Wochen die Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 präsentierte, war dieser mit dem vergangenen Geschäftsjahr sehr zufrieden. Die Bilanzsumme stieg auf 4,9 Milliarden Euro (+7,3 %) und es wurden Kredite in Höhe von 3,5 Milliarden Euro vergeben (+8 %). Ein leichtes Minus musste trotz dieser Zahlen dennoch verbucht werden. Der Jahresüberschuss ist um 1,4 % auf 13,7 Millionen Euro gesunken. Ein Rekordwachstum verzeichnete die Volksbank bei den Baufinanzierungen mit 4.800 abgeschlossenen Verträgen im Volumen von 307 Millionen Euro (+12,5 %). Unter den 220.000 Kunden (+6.500), 105.850 Mitgliedern (+1.350) seien auch 15.000 Firmenkunden.

An der Anzahl der 49 Filialen in den Kreisen Paderborn, Höxter und Lippe (sowie zwei Zweigniederlassungen unter dem Namen Bankverein Werther) und 37 SB-Standorten werde sich in diesem Jahr nichts ändern, versicherte Vorstand Friedrich Keine. Man werde das Thema Filialnetz aber im nächsten Jahr neu bewerten. Haben die Filialstrukturen heute noch eine wichtige Ankerfunktion, gehe man jedoch nicht davon aus, diese auf Dauer im bekannten Umfang aufrechterhalten zu können.

Anzeige