Für weitere Buswarteplätze am zentralen Omnibusbahnhof (ZOB), der am Paderborner Hauptbahnhof gelegen ist, sowie dem Um- und Ausbau von 18 Haltestellen sollen insgesamt 1.159.300 Euro fließen. Damit soll Paderborn als regionale Drehschreibe für den Nahverkehr weiter wachsen können.

24 Busse, aber nur 12 Stellplätze am ZOB

Aktuell spitzt sich die Lage insbesondere am zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) zu. Der Hauptbahnhof hat sich zu einem zentralen Umsteigeplatz entwickelt, das Busangebot wurde durch steigende Einwohnerzahlen ausgeweitet, die Taktzeiten verkürzt und laut Bürgermeister Michael Dreier würden aktuell fast ein Fünftel aller Wege in die Paderborner Innenstadt mit dem Bus zurückgelegt. So kam die Busflotte von Padersprinter im letzten Jahr auf 4,6 Millionen gefahrene Kilometer allein im Stadtgebiet.

In Spitzenzeiten würden bis zu 24 Busse den Paderborner Hauptbahnhof ansteuern. Die aktuell 12 vorhandenen Stellplätze reichen bei weitem nicht mehr aus. Daher sollen nun, auf einem im Jahr 2013 durch die Stadt Paderborn erworbenen Gelände südlich der Bahnhofstraße zwischen der Klöckner- und Kapellenstraße, sechs zusätzliche Buswarteplätze und die dafür notwendige Fahrsprur auf einer Fläche von 2.000 Quadratmeter bebaut werden. Ab 2018 kommen dann nochmal zehn weitere Warteplätze dazu, dessen Errichtung auf Grund bestehender Verträge nicht vorher möglich ist.

18 Haltestellen im Stadtgebiet werden um- und ausgebaut

Das ÖPNV-Netz in Paderborn wird auch an weiteren Stellen im Stadtgebiet vervollständigt und weiter ausgebaut. In 2016 werden dafür, im mittlerweile vierten Bauabschnitt, 18 Haltestellen um- und ausgebaut. Aufenthaltsqualität, Sicherheit und barrierefreier Ein- und Ausstieg stehen dabei im Mittelpunkt.

Zwei Zuwendungen, 922.000 € des NWL

Die zuwendungsfähigen Kosten für die Buswarteplätze und Optimierung von Haltestellen betragen 1.024.500 Euro. Rund 90 % davon, also 922.000 €, werden durch zwei Zuwendungen aus der Investitionsförderung des Nahverkehrs Westfalen Lippe (NWL) getragen. Entsprechende Bescheide des NWL-Verbandsvorsteher Dr. Ulrich Conradi nahm Bürgermeister Michael Dreier im Beisein der Technischen Beigeordneten Claudia Warnecke und „PaderSprinter“-Geschäftsführer Peter Bronnenberg entgegen.

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