Das Libori-Fest 2016 in Paderborn hat am Sonntagabend mit dem Sparkassen-Libori-Feuerwerk einen krönenden Abschluss erlebt. Kirche, Schausteller, Ordnungshüter und die Veranstalter der Stadt zogen nun nach neun Tagen Libori ein rundum positives Fazit. 1,3 Millionen Besucher waren gekommen, um Paderborns fünfte Jahreszeit zu feiern. „Ich bin sehr dankbar, dass wir ein friedliches und fröhliches Fest erleben durften“, sagte Paderborns Bürgermeister Michael Dreier. „Und ich bin froh, dass sich die Menschen wohl gefühlt haben in Paderborn.“

Ägidius Engel, Pressesprecher des Erzbischöflichen Generalvikariats, freute sich darüber, dass man mit dem neuen Leitwort der Kirche, „Herzlich – herzhaft – barmherzig“, bei den meisten Libori-Besuchern „mitten ins Herz“ getroffen habe. Die neue eigene Briefmarke mit dem Markenzeichen des Erzbistums sei 18.000 Mal verkauft worden.

Mit dem Wettergott zufrieden zeigte sich Hans-Otto Bröckling, Vorsitzender der Schaustellervereinigung Paderborn. „Das Wetter hat uns in die Karten gespielt“, meinte er. Gefühlt sei zwar etwas weniger Publikum vor Ort gewesen, die Differenz in den Kassen sei jedoch marginal. Auch Petra Wiedig, Sprecherin der Marktgilde, zog ein positives Fazit. Hervorragende Umsätze verzeichneten die Händler in der Innenstadt und auch in der Peripherie laut Uwe Seibel, Geschäftsführender Vorstand der Werbegemeinschaft, am verkaufsoffenen zweiten Libori-Sonntag, an dem auch im kommenden Jahr festgehalten werden soll.

Die Mitarbeiter der Tourist Information konnten in der Libori-Zeit mehr als 8.000 Besucher begrüßen. Einen regen Zustrom erfuhr auch die Kulturbrunnenbühne vor dem Rathaus: „Mittlerweile strömen jeden Tag mehr als 5.000 junge Menschen hierher, um die verschiedenen Bands zu sehen“, sagte Carsten Hormes vom Kulturbüro OWL. Mit der Resonanz auf den neuen „Platz der kleinen Künste“ zufrieden zeigte sich Stefan Hermanns vom städtischen Kulturamt. „Es war nicht immer voll, aber diejenigen, die zu uns gekommen sind, sind Fans geworden und wieder gekommen“, meinte Hermanns.

Die Ordnungs- und Sicherheitskräfte vermeldeten eine ruhige Bilanz. Die Polizei verzeichnete wie im vergangenen Jahr 24 Taschendiebstähle sowie 20 Körperverletzungsdelikte. „Wir freuen uns, dass die Kinder-Finder-Armbänder so gut angenommen worden sind“, sagte Polizeidirektor Michael Müller. Er sprach von einem „anspruchsvollen Fest“ – nicht zuletzt, weil auch das Sicherheitskonzept kurzfristig optimiert werden musste.

Zwölf Tonnen Abfall täglich sammelten die Mitarbeiter des Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetriebs in diesem Jahr. Mit ihrer Arbeit sorgten sie dafür, dass bereits am frühen Morgen nichts mehr von den Spuren der Nacht zu sehen war.

50.000 Fahrgäste weniger als vergangenes Jahr nutzten bei diesem Libori-Fest die Busse des Padersprinter. „Wir freuen uns aber, dass unser Park-and-Ride-Angebot immer beliebter wird“, sagte Betriebsleiter Peter Bronnenberg, der hier einen Zuwachs von vier Prozent verzeichnen konnte. Das Libori-Ticket hatte gar eine um 40 Prozent stärkere Auslastung.

Bürgermeister Dreier dankte allen, die zum großen Erfolg des diesjährigen Libori-Festes beigetragen haben: den Marktkaufleuten und Schaustellern, Künstlern und Gruppen, vielen städtischen Ämtern, den zahlreichen Helfern hinter den Kulissen wie Rettungs- und Sicherheitsdiensten, den Sponsoren und den Anwohnern, die mit großem Verständnis das Libori-Fest tolerieren.

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