Nach dem Brand bei Westfleisch vom 8. Februar, dessen Brandursache bislang weiter unklar ist, wurde nun 400 Mitarbeitern, die als Leiharbeiter oder Subunternehmer den Großteil der Belegschaft in Paderborn bildeten, vorsorglich gekündigt.

Die 160 fest angestellten Westfleisch-Mitarbeiter beziehen weiterhin Lohn und Gehalt. Laut Information eines Westfleisch-Sprechers seien Ihnen Arbeitsplätze in anderen Westfleisch-Werken angeboten worden, die auch von einer kleinen zweistelligen Mitarbeiterzahl bereits angenommen wurden.

Die 13 Auszubildenden haben die Möglichkeit, ihre Ausbildung ohne Unterbrechung fortzusetzen. Außerdem soll am Standort Paderborn eine Viehsammelstelle eingerichtet werden, sodass den Landwirten, die selbst anliefern, keine längeren Anfahrtswege als bisher zukommen.

Ob der Standort Paderborn eine Zukunft habe, hänge von etlichen Fragen ab, darunter auch der Versicherungsentschädigung. Der Westfleisch-Standort Paderborn ist einer von insgesamt sechs Schlacht‐ und Zerlegebetrieben innerhalb der Unternehmensgruppe. In einer Aufsichtsratssitzung am 18. April soll über den Standort beraten werden, mit einer finalen Entscheidung sei hier aber noch nicht zu rechnen. An einer Betriebsversammlung im Dörenhof haben etwa 150 Beschäftigte teilgenommen. Dazu kamen Landwirte und Eigentümer der Genossenschaft, welche sich ebenso für den Wiederaufbau einsetzten. Am Standort Paderborn wurden pro Woche etwa 1.300 Rinder und 30.000 Schweine geschlachtet und zerlegt.

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