Die Milliarden Übernahme von Wincor Nixdorf durch den US-Geldautomatenhersteller Diebold droht am heutigen Dienstag um 24 Uhr zu scheitern. Gut einen Tag vor Ablauf der Annahmefrist hat Diebold erst 39,4 Prozent der Anteile an Wincor Nixdorf sicher. Bis heute um 24 Uhr benötigt Diebold 67,6 Prozent, damit die Fusion der Nummer zwei und drei der Branche weltweit nicht auf der Zielgeraden platzt.

Die auf 75 Prozent fehlenden Aktien hätte Diebold dann gesichert, weil Wincor Nixdorf fast ein Zehntel seines Grundkapitals selbst hält.

„Die Frist, vor der wir das Angebot noch hätten ändern können, ist abgelaufen. Wenn wir also bis Dienstagabend die Schwelle von 75 Prozent verfehlen, wird die Übernahme nicht zustande kommen“ sagte der Diebold-Chef Andy Mattes als Appell am Montagabend an die Wincor-Aktionäre.

Einige Investmentbanker glauben, dass viele Wincor-Aktien bei Hedgefonds liegen, die auf eine zweite, höhere Offerte hoffen. Dies sei laut dem Diebold-Chef Mattes eine trügerische Hoffnung und erteilte eine Aufstockung des Angebotes an die Aktionäre bereits zuvor eine Absage, da dies aus wirtschaftlichen Gründen schwierig sei.

Viele Profi-Investoren warten aber bis zur letzten Minute, bis sie ihre Anteilsscheine einreichen.

„Wir wussten, dass es eng wird. Aber wegen der potenziellen Vorteile lohnt es sich, das weiterzuverfolgen. Wir bleiben optimistisch, dass uns mehr als 75 Prozent der Aktien angedient werden“, so Mattes.

Der US-Geldautomatenhersteller bietet für jede der 30 Millionen frei gehandelten Wertpapieraktien 38,98 Euro in bar sowie 0,434 eigene Aktien. Das Wincor-Management hat sich hinter die Übernahme gestellt. Am Montag gingen die Wincor-Aktien mit 43,93 Euro aus dem Handel, die Diebold-Aktien lagen bei 28,02 Dollar.

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