Am Freitag, 24. Juni, lädt die Stadt Paderborn in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr sowie der NRW-Bank potenzielle Investoren, Wohnungsbauträger, Eigentümer und Finanzierer sowie die interessierte Fachöffentlichkeit zu einer Informationsveranstaltung zum Thema geförderter Wohnungsbau ein. Die Veranstaltung mit dem Titel „Im Dialog: Geförderter Wohnungsbau in Paderborn“ findet von 14 bis 17 Uhr im historischen Rathaus, großer Sitzungssaal statt. Um vorherige Anmeldung unter der Telefonnummer 05251/ 88-1446 wird gebeten.

Frau Sigrid Koeppinghoff, Abteilungsleiterin Wohnungsbau, Wohnungs- und Stadtentwicklung beim Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr, wird die Wohnungsbauoffensive und die Grundstruktur der sozialen Wohnraumförderung des Landes vorstellen.

Einblick in die Praxis der Wohnungsbauförderung

Einen Einblick in die Praxis der Wohnungsbauförderung wird Herr Jürgen Jankowski von der NRW-Bank präsentieren und Vertreter der Stadt Paderborn werden über die lokale Situation im Bereich der geförderten Wohnungen sowie Entwicklungsflächen für den Wohnungsbau in den kommenden Jahren berichten. Darüber hinaus sollen gute Beispiele aus der Region vorgestellt und Gelegenheit zum Austausch mit den Referenten, Vertretern der Stadt und untereinander gegeben werden. Moderiert wird die Veranstaltung von der Technischen Beigeordneten Claudia Warnecke.

Wohnungspolitische Ziel: 150 neue geförderte Wohnungen pro Jahr

Der Bau geförderter Wohnungen ist eine der zentralen wohnungspolitischen Zukunftsaufgaben für die Stadt Paderborn und die lokale Wohnungswirtschaft. Die Bestände an geförderten Wohnungen in Paderborn sind seit Jahren rückläufig. Seit 2005 verliert Paderborn durchschnittlich rund 130 geförderte Wohnungen pro Jahr, bei einem Bestand von noch ca. 4.500 (Stand: 2015).

Von einem Rückgang der Nachfrage ist in Zukunft nicht auszugehen: Steigende Mieten auf dem freien Wohnungsmarkt, die Versorgung anerkannter Flüchtlinge mit Wohnungen sowie eine zunehmende Altersarmut werden die Konkurrenz um geförderte Mietwohnungen eher verschärfen.

Daher hat der „Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt“ vor diesem Hintergrund am 28. April 2016 im Konzeptpapier „Wohnungspolitische Ziele und Handlungsfelder für die Stadt Paderborn“ als Ziel beschlossen, jährlich mindestens 150 neue geförderte Wohnungen zu schaffen. Verbunden mit diesem Ziel ist die qualitative Maßgabe, dass diese Wohnungen räumlich im Stadtgebiet verteilt entstehen müssen, um ethnische und sozio-ökonomische Konzentrationen in bestimmten Stadtteilen zu vermeiden.

Akteure der lokalen Immobilienwirtschaft gefragt

Da geförderte Wohnungen nur in Kooperation mit den Akteuren der lokalen Immobilienwirtschaft entstehen können, soll die Veranstaltung eine Informationsbasis für alle am Bau geförderter Wohnungen beteiligten Akteure schaffen und den Dialog zwischen Stadt, Investoren, Wohnungsbauträgern, Eigentümern, Finanzierern und Architekten fördern.

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