Uni Unterführung wird zu „Alice im Uniland“

Foto: Universität Paderborn, Johannes Pauly

Foto: Universität Paderborn, Johannes Pauly

Seit einigen Tagen konnte die Entstehung eines neuen Kunstwerks auf dem Campus der Universität beobachtet werden. Die Künstlergruppe um Lukas Michalski vom Büro für Gestaltung „Hundert10prozent“ gestaltet die Unterführung am Broder-Carstensen-Weg unter dem Südring im Stile von Alice im Wunderland. Gemeinsam mit Monib Sadat und Edwin Bromann gestaltet Michalski beim Projekt Generation Arts schon seit Längerem Wände in Paderborn.

„Es ist wirklich toll geworden“, bestätigen Simone Probst, Vizepräsidentin für Wirtschafts- und Personalverwaltung, sowie Dr. Martina-Gerdes-Kühn, Leiterin des Dezernates Gebäudemanagement, Betriebstechnik, Arbeits- und Umweltschutz, die die Gestaltung der Unterführung in Auftrag gegeben hat.

„Das gesprayte Graffiti-Kunstwerk stellt viel mehr dar, als nur die bekannte Geschichte von Lewis Carroll“, erklärt Michalski. „Vielmehr spiegelt sich die komplette Universität in den einzelnen Elementen wieder.“ Angefangen über die Komposition, die mit geraden Linien und geometrischen Formen vom Uni-Logo inspiriert ist, bis zur Farbgebung stellvertretend für die fünf Fakultäten, lassen sich viele Details mit Bezug zur Hochschule finden.

Etwa zehn Stunden Arbeit pro Tag stecken die drei seit einer Woche in die Geschichte, die an den Wänden erzählt wird. Wie für Alice der Kaninchenbau, so ist für viele Studierende die Universität auch erst einmal ein unbekannter und aufregender Ort, an dem viele Herausforderungen auf sie warten.

Auch die Paderborner Symbolik der drei Hasen wird in dem Werk mit verarbeitet. Michalski: „Äußerst passend, da natürlich auch bei Alice der Hase oder besser das Kaninchen eine wichtige Rolle spielt.“ Und Monib Sadat, für die Gestaltung der Alice verantwortlich, ergänzt: „Während unserer gesamten Arbeit haben wir – besonders von den vielen Studierenden, die durch die Unterführung gegangen sind, – positive Kommentare zu unserer Arbeit bekommen.“

Graffitikunst in der Kuhgasse (Paderquellgebiet)

Foto: Generation Arts / FB: @GenerationArts.pb

Fotos: Generation Arts / FB: @GenerationArts.pb / Edited

Schon am 11. und 12. Juni gestaltete Michalski mit insgesamt neun Kollegen eine 20 Meter lange Wand in der Paderborner Kuhgasse nahe der Paderquellen am Abdinghof. Die Wand wurde erstmals in Paderborn frei von einer Grundstücksgemeinschaft zur Verfügung gestellt, ohne eine Vorgabe über die Gestaltung zu machen. Wie die Stadt Paderborn hofft auch die Universität in Zukunft auf „Tagg“-freie, also nicht illegal beschmierte, Wände und Flächen. Künstler wie Lukas Michalski folgen dabei einem Ehrenkodex.

Über den Zusammenschluss Generation Arts

Generation Arts“ ist ein künstlerisch-pädagogischer Zusammenschluss ambitionierter Akademiker*innen aus den Bereichen Kunst, Musik und Pädagogik sowie Graffitikünstlern aus Paderborn und Umgebung.
Ausgangspunkt des Kollektivs war die Schaffung der Graffiti-Freifläche im Paderquellgebiet, zentral gelegen im Stadtkern Paderborn. Durch die besondere Lage werden langfristig Kommunikationssräume geschaffen, in denen ein generations- und geschlechtsübergreifender Austausch über Graffiti stattfindet. Gleichzeitig ist hierdurch eine repräsentative Künstlerplattform entstanden, auf der regionale und überregionale Künstler*innen ihre Kunst ausüben und präsentieren können. Darüber hinaus weckt Generations Arts damit ein allgemeines Interesse an subkulturellen Praktiken.

Das Jugendkulturzentrum „MultiCult“ verwalten die Graffiti-Freifläche im Paderquellgebiet, die am 21.04.2012 an einer ehemaligen Klostermauer eröffnet wurde.

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