Der SC Paderborn 07 steuert in die Katastrophe

10 Millionen Euro und 27 Profis futsch. So reißerisch klingt der Titel der Bild Zeitung zum drohenden Abstieg des SC Paderborn 07. Nach Recherchen der Bild besitzen nur drei Spieler nach dem Abstieg in die dritte Liga noch einen gültigen Vertrag. Allein bemessen an den TV-Geldern würde der SC Paderborn rund 10 Millionen Euro verlieren.

Reduktion der TV Einnahmen & Top-Spieler können ablösefrei wechseln

Demnach wäre ein Doppelabstieg, wie ihn St. Pauli (2003), Unterhaching (2002), Ulm (2001), Düsseldorf (1993), Offenbach (1985) und 1860 München (1982) bereits erlebt haben, mit fatalen Folgen verbunden. Hatte Paderborn in der ersten Bundesliga noch 20 Millionen Euro pro Saison verdient, sind es aktuell nur noch rund die Hälfte der Einnahmen. In der dritten Liga fallen die TV-Einnahmen weiter auf 815.000 Euro zurück. Darüber hinaus können dann die Top-Spieler des SCP ablösefrei zu neuen Vereinen wechseln.

SC Paderborn 07 erstmals schuldenfrei

Sollten sich die Entwicklungen so einstellen, wäre es allemal tragisch, war doch der SC Paderborn nach dem Geschäftsjahr 2014/2015 erstmals schuldenfrei.

Arbeitssitzung zur Verteilung der Medienerlöse

Erst gestern haben sich die Vertreter der 2. Bundesliga zu einer Arbeitssitzung in Frankfurt getroffen, um über die zukünftige Positionierung und Verteilung der Medienerlöse zu debattieren.

„Wir haben eine Positionierung erarbeitet, die den Interessen der 2. Bundesliga gerecht wird. Mit Rücksicht auf das laufende Ausschreibungsverfahren werden sich die Verantwortlichen der Vereine auch künftig nicht öffentlich zu diesem Thema äußern“, betont der Geschäftsführende Vizepräsident und Gesamtgeschäftsführer des SCP, Martin Hornberger.

PK zum Abstiegskampf gegen Union Berlin

Nach dem guten Spiel gegen den FC St. Pauli hat die Mannschaft des SC Paderborn 07 zuletzt gegen den MSV Dusiburg und Eintracht Braunschweig den gewonnen erhofften Willen und Kampfgeist wieder vermissen lassen. Am kommenden Freitag um 18:30 tritt der SC Paderborn gegen Union Berlin in der Benteler-Arena an. Der SC Paderborn Trainer René Müller geht in der PK vor dem Spiel gegen Union Berlin kurz auf die aktuelle Situation ein. Eine positive Nachricht gibt es zumindest vor dem Spiel in personeller Hinsicht: Innenverteidiger Tim Sebastian absolviert wieder das volle Trainingsprogramm und kann wohl von Anfang an spielen.

Noch besteht eine Chance

Aktuell beträgt der Abstand des SC Paderborn auf den rettenden Tabellen 15. 4 Punkte. Jedoch verbleiben dem SCP nur noch sechs Spieltage, um das Blatt zu wenden.

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1 Kommentar
  1. Das 27 Profis ohne Probleme gehen können, ist vermutlich der Sargnagel für die dritte Liga. Ich kann mir vorstellen, dass einige Spieler denken: „Lieber absteigen und sich dann vereinslos problemlos einen neuen Verein suchen oder irgendwie den Klassenerhalt schaffen und in PB bleiben (müssen)?“ Gerade die besseren wie Bakalorz, Koc, Stolperkamp, usw.

    Da gehen dann 18 Mio. Spielerwerte weg. Zusätzlich Einnahmeverluste durch weniger Zuschauer, geringere Eintritte, abspringende Sponsoren, weniger Einnahmen über Catering und Merchandising,… . Die Zukunft sieht eher schwarz aus, statt blau-schwarz

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