Günstig, günstiger, Paderborn. Bei den Abfallgebühren schneidet die Paderstadt im landesweiten Vergleich erneut hervorragend ab. Das ergab die jüngste Umfrage des Bundes der Steuerzahler NRW e.V. (BdSt). Paderborn ist danach die günstigste Großstadt in Nordrhein-Westfalen.

100 Euro unter dem Landesdurchschnitt NRW

So belegt Paderborn beim Standardentsorgungspaket für 4 Personen, 120-ltr. Restmülltonne vierwöchentliche Entsorgung inklusive Biotonne, Wertstofftonne und Altpapiertonne mit 120 € jährlich den günstigsten Platz als Großstadt in NRW. Die teuerste Gemeinde NRW´s berechnet hierfür über 360 €, also rund das dreifache. Auch bei der 14-täglichen Entsorgung gehört Paderborn mit 165 € jährlich zu den günstigsten Kommunen und liegt in OWL noch vor Bielefeld und gut 100 € unter dem Landesdurchschnitt von 267 € im Jahr.

Reaktion von Paderborns Bürgermeister & ASP-Leiter

Paderborns Bürgermeister Michael Dreier freut sich: „Trotz zum Teil deutlicher, nicht durch uns beeinflussbarer Kostensteigerungen, wie beispielsweise bei den Kreis-Entsorgungsgebühren im letzten Jahr, liegt Paderborn bei den Abfallgebühren nach wie vor äußerst günstig.“ ASP Leiter Reinhard Nolte ergänzt: „Ich bin mir sicher, dass wir auch in Zukunft im Entsorgungsbereich keinen Vergleich mit anderen Städten scheuen müssen und durch gute sowie preiswerte Leistung überzeugen.“

Vergleich von Paderborns Abfallentsorgungsgebühren 2016

Preisvergleich Müll Entsorgungskosten Paderborn

Bund der Steuerzahler kritisiert: Verschwörung gegen den Verbraucher

Doch nicht nur gute Worte können anlässlich des 25. Vergleich der Abfall- und Abwassergebühren des Bundes der Steuerzahler (BdSt) NRW verloren werden. So kritisiert der Bundes der Steuerzahler eine Verschwörung gegen den Verbraucher, indem die Verbrennungsentgelte der Entsorgungsbetriebe oft zur geheimen Kommandosache erklärt werden.

Die Verbrennungsentgelte sind erheblicher Bestandteil der Müllgebühren, die die Verbraucher zahlen müssen und damit steht ihnen das Recht zu, über die Höhe dieses Gebührenbestandteils informiert zu werden.

Offenbar wollte auch der Abfallverwertungs- und Entsorgungsbetrieb Kreis Paderborn über diese Entgelte zunächst keine Auskunft geben, bis der Verband ein verwaltungsgerichtliches Eilverfahren gegen diesen und anderer Betriebe erwirkte und einzelne Bezirksregierungen in ihrer Funktion als Kommunalaufsicht angeschrieben hatte. In der Folge wurde das Verbrennungsentgelt für den Kreis Paderborn für das Jahr 2015 noch mitgeteilt. Das verwaltungsgerichtliche Verfahren in dieser Angelegenheit hat sich damit erledigt. Auch der Kreis Höxter beantwortete die diesjährige Umfrage innerhalb weniger Tage, während er die Auskunft im vorigen Jahr verweigerte.

So führt der BdSt. NRW aus: „Wie soll der Verbraucher seine Abfallgebühren prüfen, wenn ihm kein Informationszugang ermöglicht wird? Es ist ja wohl absolut unzumutbar, dass der Verbraucher sich durch langjährige Klageverfahren oder unendliche Korrespondenz mit den Kommunalaufsichtsbehörden Informationen beschaffen muss!“

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