Nach dem Abstieg des SC Paderborn 07 in die dritte Liga hat sich einiges getan. Neuer Präsident, offene Kaderzusammenstellung und eine komplett veränderte wirtschaftliche Grundlage bilden einige Hürden, welche es zu meistern gilt. Die letzten SCP Neuigkeiten fassen wir daher in dieser Übersicht zusammen.

Ex SCP-Trainer Breitenreiter verliert seinen Job

Nach lediglich einer Saison beim Bundesligisten FC Schalke 04 muss der frühere SC Paderborn-Trainer André Breitenreiter nun wieder gehen. Grund dafür dürften die enttäuschten Erwartungen an Breitenreiter mit der verpassten Championsleague-Teilnahme des FC Schalke 04 sein. Was aus seinen ebenfalls aus Paderborn gekommenen Co-Trainer Volkan Bulut wird, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Rund die Hälfte der Mitarbeiter muss gehen

Der Absturz des SC Paderborn innerhalb von nur zwölf Monaten von der 1. bis in die 3. Liga hat gravierende Folgen. Von den bisher beschäftigten 32 Mitarbeitern hat etwa die Hälfte keinen Vertrag für die 3. Liga. Der neue SC Paderborn Präsident Hornberger rechnet damit, dass nur 16 bis maximal 18 Mitarbeiter bleiben können. Ursächlich dafür ist vor allem der massive Einbruch bei den TV-Einnahmen in der dritten Liga. Der Gesamtetat sinkt von 22 Millionen Euro auf rund 9,7 Millionen Euro.

SC Paderborn Co-Trainer gekündigt

Auch die beiden Co-Trainer Asif Saric und Kai-Peter Schmitz müssen in Folge der geringeren wirtschaftlichen Möglichkeiten ihr Amt niederlegen. Während Schmitz erst vor einem Jahr zum SCP gekommen ist, war Saric seit acht Jahren als Co-Trainer tätig. Ex-Präsident Finke hatte den Bosnier noch vor wenigen Monaten als unkündbar bezeichnet.

Geldstrafe für Trainer Müller

Das Sportgericht des Deutschen-Fußball-Bundes hat SCP Cheftrainer Müller zur einer Geldstrafe von 800 Euro verdonnert, nachdem dieser beim vorletzten Zweitliga-Spieltag auf die Tribüne verbannt wurde. Angeblich habe der SCP-Trainer zu heftig gegen die Entscheidungen protestiert. Müller hat das Urteil akzeptiert.

Stadiongesellschaft verzichtet auf Mieteinnahmen

Aufatmen für den SC Paderborn 07: Die Stadiongesellschaft verzichtet für die kommende Saison auf 750.000 Euro Mieteinnahmen für das Stadion und das Trainingszentrum. Dies wurde vom Verein beantragt, um nach dem Abstieg in die dritte Liga mehr Luft bei der Zusammenstellung des neuen Kaders zu haben.

Sportmanager Michael Born wechselt zu Dynamo Dresden

Der ehemalige SC Paderborn-Manager Michael Born wechselt zum 15. Juni als neuer Geschäftsführer zum Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden. Angeblich habe sich Born hier gegen 120 Mitbewerber durchgesetzt. Er war beim SCP im März einige Tage nach dem Rauswurf von Trainer Effenberg freigestellt worden. Derzeit übernimmt Cheftrainer Müller die sportliche Personal-Verantwortung.

Spieler Entwicklungen in der Übersicht

Nachdem sich bereits Thomas Bertels (Vertrag bis 2018) und Christian Bickel (Vertrag bis 2019) zu dem Neuaufbau des Vereins bekannt haben, verlängerte letzte Woche Freitag auch Florian Ruck seinen Vertrag bis 2018. Der Verteidiger Ruck wechselte in der vergangenen Saison zum SCP, wurde jedoch in der zweiten Liga nur zweimal eingesetzt. Am vergangenen Mittwoch gaben dann auch Torwart Lukas Kruse und Rechtsfuß Marc Vucinovic zu verstehen, dass sie weiter fest hinter dem Verein stehen. Mit Sven Michel von Energie Cottbus hat am vergangenen Freitag auch der erste Neuzugang für das offensive Mittelfeld seinen Vertrag bis 2018 unterschrieben. Vor vier Stunden gab der SCP dann bekannt, dass mit Ben Zolinski (Vertrag bis 2018) vom Regionalligisten TSG Neustrelitz, der darüber hinaus bereits Erfahrungen beim FC Hansa Rostock und beim 1. FC Union Berlin gesammelt hat, ein weiterer Neuzugang als rechter Innenverteidiger gewonnen wurde.

Neuer SCP Präsident Hornberger in der Kritik

Im NW Interview stellt sich der neue SCP Präsident Hornberger kritischen Fragen zu seiner Amtsübernahme. Neben sinkenden Eintrittspreisen und beruhigenden Worten „Wir haben alles im Griff“ gibt er Einblicke zu den aktuell anstehenden Aufgaben und Gesprächen. Besonders wichtig sei ihm ein „Wir-Gefühl“ zu schaffen. Seine Tür würde allen offen stehen, ob Spielern, Mitarbeitern, Sponsoren oder Fans. Dies solle ihm im Vergleich zum ehemaligen Präsidenten Wilfried Finke leichter fallen, da er sich voll auf dieses Amt konzentrieren könnte und nicht noch ein erfolgreiches Möbelunternehmen zu führen habe.

Hornberger und Müller: „Wir sind auf einem guten Weg“

Anzeige